Samstag, 25. September 2010

Die Faszination der Gletscherwelt in einer klaren Vollmondnacht





Ein Aufstieg in einer klaren und kühlen Vollmondnacht, in Höhen über 3000 Meter in vergletscherten Regionen, stellt kaum mehr Anforderungen an die Fähigkeiten des Berggängers als bei einer Tagestour, insofern die Strecke bekannt ist. Zum Teil sind die verdeckten Gletscherspalten besser zu erkennen, als bei Sonnenlicht, da das fahle und flach einstrahlende Mondlicht den Schattenwurf der kleinsten Einsenkungen der Schnee- oder Firnbrücken besser erkennbar macht. Im Mondschatten zum Beispiel erzeugt durch eine Felswand ist allerdings ein Stirnlampe für eine sichere Begehung notwendig. Die Dämmerung auf einem höher gelegenen Eisfeld abzuwarten ist ein beinahe unbeschreibliches Naturschauspiel. Nach einem fünfstündigen Aufstieg, bei Vollmond, den höchsten Punkt eines hochgelegen Eisfeldes wie die des Petersgrat zu erreichen und anschliessend ganz alleine in absoluter Stille diesen langsamen Lichtwechsel zu erleben, kann für uns Urbane Menschen sehr eindrücklich sein und erfüllend wirken. Und das nicht weit weg, arctic live in unserer Alpenregion sozusagen um die Hausecke.


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