
An das unheimliche, knackende Geräusch, musste ich mich gestern beim Hochsteigen auf dem aperen Gletscher zum Petersgrat zuerst gewöhnen. Unter der Einwirkung meines Eigengewichtes bildeten sich neue Spalten. Der Kanderfirn floss mal in kältern Zeiten ca. 15 bis 20 Meter pro Jahr. Heute schätze ich, sind es 20 bis 30 Meter. In den wärmeren Jahreszeiten wohl eher schneller, wenn das Wasser zwischen Eis und dem Untergrund einen stärkeren „Schmiereffekt“ bildet. Auf einen Tag umgerechnet kann das schon mal 10 bis 15 Zentimeter pro Tag betragen. Kein Wunder, wenn unter Deinen Füssen ein neuer Riss mit kackendem Geräusch vor Deinen Augen entsteht. Alles ist in Bewegung, nichts bleibt ständig gleich. Es sind oftmals die langsamen Geschwindigkeiten, welche uns die dauernden Veränderungen nicht wahrnehmen lässt.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen