Mich fasziniert die Eis- und Gletscherwelt auch bei unwirtlicheren Bedingungen. Es muss nicht immer strahlend blauer Himmel herrschen. Da ich mir gute orientierungs- und alpine Kenntnisse angeeignet habe, fühle ich mich sicher und kann die arktisch-alpine Welt, wenn ich alleine unterwegs bin, voll in mich aufnehmen. Freunde von mir nennen mich mal spasseshalber "Özi" und meinen gar, mein einstiges Schicksal sei doch der Erfrierungstot in einer Gletscherspalte. Ja und ich würde späteren Generationen einen grauseligen Fund bescheren. Na ja, ich kann es Ihnen nicht verübeln. Ein leidenschaftlicher Motorradfahrer erhöht das Riskio ebenso und der Leidenschaft entsprechend ist die Wahrscheindlichkeit grösser, dass der Abgang mit dieser Lebensweise verbunden sein könnte. Es gibt kein Leben ohne Leidenschaft, sonnst lebst Du nicht! "Lebe wild und gefährlich", mein Lebensmotto. Auch bei dieser Aussage will mir mein Freundeskreis manchmal eine fatalistische Lebenseinstellung unterstellen. Nun ja ich muss dies dann einmal (später) erklären, wie es sich so verhält mit diesem Motto und dass es in keiner Weise weder fatalistisch ist noch eine lebensrisikohaftes Verhalten damit gemeint ist. Am letzten Samstag 12.9.09 wollte ich eigentlich zur Mutthornhütte laufen um mich zu erkundigen, ob allenfalls ein Berggänger diesen vermissten Biwaksack gefunden hat. Ich war etwas spät drann und so liess ich mich so von mancher Eigenart des Kanderfirns ablenken. Heim brachte ich Eindrücke und einige stille und bewegte Bilder.
Montag, 14. September 2009
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