Mittwoch, 16. September 2009

Übergangszone


So kontrastreich ist die Bergwelt. Der Übergang von den noch vergletscherten, arktischen Regionen in eine grüne, wirtliche Gegend findet hier in den Alpen auf kürzester Distanz statt. Einige Anstrengungen bedarf es hingen doch noch, da es dazu Höhenmeter zu überwinden gilt. Na ja, mit einem Helikopter schaffen es schlaffe Bürolisten bei einem „Betriebsausflug“ zu einem Apéro auf dem Petersgrat gerade mal in 15 Minuten. Ihnen entgehen leider diese reizvollen Übergänge. Von einer hochalpinen Auenlandschaft über sattes grün von Bergwiesen weiter über kleine Hochmoore zu Pionierpflanzen die sich auf dem Gletscherschliff angesiedelt haben, hinan zum blanken Eis bis ganz oben zum Firn wo sich dann je nach Wetter die Weitsicht über die höher Bergwelt öffnet. Das braucht dann schon so vier bis sechs Stunden Zeit auf den eigenen zwei Füssen mit Proviant aus dem eigenen Rucksack. Zum Glück aus meiner Sicht trampeln nur wenige durch diese unberührten Gegenden. So trinke ich das Wasser vom moosgen Stein, als müsse es Champagner sein. Weiter oben dann etwas Gletscherwasser und noch weiter oben aufgetauter Firnschnee.

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